Kennen Sie den Schachbrettcichliden mit einem Oberschwert an der Schwanzflosse?

Der Gabelschwanz-Schachbrettcichlide, Dicrossus ( früher Crenicara ) filamentosum ist sicherlich die besser bekannte Art. Die typische schwarze Zeichnung, die schillernden Farben und die lang ausgezogenen Flossen der Männchen, machen diese Art zu einem Blickfang in jedem Aquarium. Es ist auch ein besonderes Erlebnis, diesen Fisch beim Ablaichen zu beobachten. Beinahe auf dem Kopf "stehend" umkreist das Männchen seine Auserwählte. Die Zucht ist nicht ganz einfach, deshalb muß diese Art immer noch eingeführtwerden. Früher war das ein typischer Beifang der roten Neon aus dem Gebiet des Rio Negro.

Weibchen des Gabelschwanz-Schachbrettcichliden

Weibchen des Gabelschwanz-Schachbrettcichliden

Im Jahre 2002 wurden dann erstmals Schachbrettcichliden aus Kolumbien eingeführt, deren Männchen eine Verlängerung der oberen Schwanzflossen-strahlen zeigten. Die Färbung beider Geschlechter ist der o.g. Art sehr ähnlich.Sie stammten aus dem Bereich des Rio Orinoko, aus einem Gebiet, in dem auchder rote Phantomsalmler, Hyphessobrycon (früher Megalamphodus) sweglesi verbreitet ist. Zunächst war es nicht klar, ob es sich um eine eigenständige Art handelt. Das ist aber inzwischen geklärt. I. Schindler und W. Staeck haben in diesem Jahr den Oberschwert-Schachbrettcichliden als Dicrossus gladicauda wissenschaftlich beschrieben.

Männchen des Gabelschwanz-Schachbrettcichliden

Männchen des Gabelschwanz-Schachbrettcichliden

Sie möchten mehr darüber wissen? Dann schauen Sie doch einfach im Internet nach, unter www.vertebrate-zoology.de. Unter dem Begriff Contents 58(1)2008 können sie die Arbeit aufrufen. Für die Freunde der Zwergcichliden gibt es auch noch die Erstbeschreibung eines maulbrütenden Apistogramma dazu. Sie haben kein DSL! Kein Problem, kommen sie einfach an einem Freitag ab 17Uhr ins Vereinsheim, dort können Sie nach Herzenslust kostenlos im aquaristischen Bereich des Internets surfen. Die Vereinsfreunde zeigen ihnen gerne interessante Adressen. Gäste sind natürlich immer willkommen.

Verfasst von: G�nter Hein

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